Montageversicherung

Eine Photovoltaikanlagen-Montageversicherung ist vor allem dann zu empfehlen, wenn die Photovoltaikanlage im Selbstbau ausgeführt wird. Aber Achtung, nicht alle Anbieter von Montageversicherungen für Photovoltaikversicherungen decken auch den Selbstbau ab. Eine Montageversicherung kann man bereits ab 60 Euro zzgl.  Versicherungssteuer (Einmalbeitrag je Montageprojekt) abschliessen.


Die Kostenkalkulation der Montageversicherung erfolgt auf Basis der kWp-Leistung der zu montierenden Photovoltaikanlage. Weiter gibt es die Möglichkeit des Selbstbeteiligung, etwa wie bei einer Teilkaskoversicherung. Solche Konzepte sehen eine Selbstbeteiligung von 100,00 bis 500,00 EUR vor und könnnen gestaffelt nach Anlagenleistung (kWp) werden und gelten je Schadenfall vor.

Der Versicherungsumfang Montageversicherung

Die Grundlage des Versicherungsschutzes für eine Montageversicherung bilden die immer die allgemeine Montageversicherungs-Bedingungen, sowie die vereinbarten BV u. Klauseln zur Montageversicherung.

Was ist bei einer Montageversicherung für Photovoltaik versichert?

Versichert sind bei einer Montageversicherung alle Lieferungen und Leistungen für die Errichtung des im Versicherungsvertrag bezeichneten Montageobjektes, also in diesem Fall der Photovoltaikanlage bzw. Solaranlage und zugehörige Reserveteile, sobald diese erstmals innerhalb des Versicherungsortes abgeladen worden sind.

Montageversicherung die versicherten Gefahren und Schäden

Der Versicherer einer Montageversicherung für Photovoltaikanlagen leistet Entschädigung für unvorhergesehen eintretende Beschädigungen oder Zerstörungen von versicherten Sachen (Sachschaden) und Verluste von versicherten Sachen. Solche unvorhergesehen Schäden sind Schäden, die der Versicherungsnehmer oder die mitversicherten Unternehmen oder deren Repräsentanten weder rechtzeitig vorhergesehen haben noch mit dem für die im Betrieb ausgeübte Tätigkeit erforderlichen Fachwissen hätten vorhersehen können. Im Falle grober Fahrlässigkeit ist der Versicherer jedoch dazu berechtigt, seine Leistungen in einem der Schwere des Verschuldens entsprechenden Verhältnis zu kürzen. Unter dieser Maßgabe gelten als versicherte Gefahren, Sachschäden z. B. durch

  • Höhere Gewalt (Sturm, Schneelast, Überschwemmung, Erdbeben etc.)
  • Diebstahl von Teilen oder Solarmodulen
  • Feuer (Brand, Blitzschlag, Explosion)
  • Schwelen, Glimmen, Sengen und Glühen
  • Montageunfälle
  • Ungeschicklichkeit, Fahrlässigkeit, Sabotage, Böswilligkeit u. Vandalismus
  • Berechnungs- u. Montagefehler
  • Nagetierschäden
  • Inner Unruhen, Streik und Aussperrung
  • Kurzschluss und Überspannung
  • Schäden durch Wasser und Feuchtigkeit
  • Hochwasser und Überschwemmung
  • Konstruktions- und Materialfehler
  • Erdbeben

Weiter gibt es Deckungserweiterungen, wie z.B.

  • Luftfrachtkosten (zu §7 Nr. 3a AMoB 2008)
  • Erd- und Bauarbeiten (zu §7 Nr. 3b AMoB 2008)
  • Aufräumungskosten (zu §7 Nr. 3c AMoB 2008)
  • Bergungskosten (zu §7 Nr. 3d AMoB 2008)
  • Dekontaminationskosten für Erdreich
  • Fremde Sachen
  • Betriebsschäden an der Montageausrüstung
  • Versicherte Montagedauer inkl. 1 Mon. Erprobung: 6 Monate
  • Prozentualer Selbstbehalt bei Diebstahlschäden: je nach Versicherungsunternehmen für Solarversicherungen
  • Inklusive Eigenleistungen (Abnahme durch Fachbetrieb erforderlich)
  • Arbeits- u. Eilfrachtzuschläg
  • Innere Unruhe
  • Streik u. Aussperrung
  • Fremde Sachen
  • Sachen im Gefahrenbereich
  • Nachhaftung
  • Sofortiger Reparaturbegin

Versicherungsort einer Montageversicherung

Versicherungsschutz besteht innerhalb des Versicherungsortes. Versicherungsort sind die im Versicherungsvertrag bezeichneten räumlichen Bereiche. Mitversichert gelten Zwischenlagerplätze und Verbindungswege zum Versicherungsort. Soweit eine Transportversicherung vereinbart, besteht Versicherungsschutz auch auf den Transportwegen zwischen den im Versicherungsvertrag bezeichneten räumlich getrennten Bereichen.